Die Woche verlief ganz gut, die erste Erkältungswelle rollte nach Regen und 3 Tagen mit kaltem Wetter unaufhaltsam über uns. Mittlerweile bin ich wieder fit. Donnerstag den ganzen Tag im „Batcave“ verbracht, architektonisch ein kleines Wunderwerk aber psychisch die absolute Härte. Den ganzen Tag im Halbdunkeln bei künstlichem Licht mit dunkelblauer Schrift auf lila Folien…die Vorlesungen an sich waren aber in Ordnung. Donnerstag Nachmittag war ich mit Sina nochmal Shoppen, weil der Buschfunk verkündete, dass man seine Sachen nach dem WEI (week-end integration) wegwerfen könne. Freitagvormittag dann hauptsächlich mit Sachenpacken und Aufräumen verbracht. 13.30 Uhr sollte es ursprünglich zum WEI gehen, allerdings hatte Raph eine Liste per Mail bekomme, wer wann in welchem der 12 Busse sitzen soll. Leider waren wir alle über verschiedene Busse verteilt, meiner einer hatte Glück und konnte in den IBP-Bus, was sich später als Geschenk des Himmels herausstellte. Wir fuhren also gegen 15.30 los in Richtung Unbekannt. Das Wetter in Lyon war dato wieder warm und sonnig und so freuten wir uns auf ein erlebnisreiches Wochenende hoffentlich am Meer. Während der Fahrt schlug dann das Wetter um, geschätzte 10m³ Wasser pro 1cm². Aquaplaning vom feinsten. Die meisten Autos standen an den Mautstellen und Rastplätzen um den großen Regen abzuwarten oder fuhren langsam mit Warnblinkanlage weiter. Die Busfahrer ignorierten die nasse Fahrbahn scheinbar komplett und düsten an den Autos vorbei. Blitze und Donner gaben sich ca. 2 Stunden ein schönes Duett, gegen 22 Uhr waren wir endlich in Grasse. Die Stadt des Parfums. Ich schaffte es einigermaßen trocken in das Theater alias die Partyhöhle zu kommen. Hier konnte man erstmal HotDogs essen und Weintrinken. Ca. eine Stunde später kamen Katrin und Sina an, es regnete wieder ohne Ende. Die beiden waren sichtlich nervlich fertig, denn sie saßen in einem Bus hauptsächlich mit Studenten aus dem 1. und 2. Jahr. Also 17-19 Jahre alt. Diese waren nach 7 Stunden Party im Bus (zu viel Alkohol, Techno, Megaphone zum Anbrüllen im Bus und jede Menge nackte Haut) gut angeheitert um gleich in ein Partywochenende zu starten. Sina und Katrin hingegen waren einfach nur fertig und schockiert von Frankreichs zukünftiger Elite. Nachdem wir eine Weile gewartet hatten, in der Hoffnung der Regen hört auf, starteten wir in Richtung Bungalow. Bis der gefunden war, waren wir dann unfreiwillig geduscht und zwar mit Sachen. Der Bungalow an sich war in Ordnung, er bot Platz für 4 Leute in 2 Räumen und hatte ein kleines „Bad“. Also bezogen wir schnell unsere Betten und machten uns dann fertig für die Mottoparty „P“ – Katrin= Paris (die Stadt), Britta= Pink Panther, Sina= „Pas d’idee“ und ich als Pirat :-) Ausnahmsweise lief auch mal was anderes als Techno :-):-):-). Samstagmorgen verbrachten wir mit Schlafen und Brunchen. Letzteres war ausgesprochen reichhaltig und sehr lecker, fast wie im Hotel. Die angenehme Atmosphäre wurde lediglich durch Gegröle der französischen Stundenten etwas vernichtet. Anschließend spazierten wir durch die Clubanlage auf der Suche nach dem Pool, denn es hatte aufgehört zu regnen und war warm. Nach einer knappen Stunde fanden wir den Pool direkt neben dem Eingang -.- und stellten fest, dass die ganze Anlage sehr dem Ferienpark in "Dirty Dancing" ähnelte. Nach einem Mittagsschläfchen spielten wir Minigolf und gegen 17 Uhr ging es zur Schaumparty – der Oberhammer – super viel Spaß gehabt und endlich das Gefühl, dass am Abend mal alle sauber sind und nicht mehr vor sich hinmüffeln :-) unterbrochen wurde das Idyll nur wieder von unserem nackigen Freund, den wir schon von der anderen Feier kannten. Anschließend sprangen wir in den Pool –WOW :-) kalt aber geil^^. Gegen 19 Uhr kam dann das Hungergefühl wieder, leider mussten wir bis 20 Uhr warten, was an sich nicht schlimm war, allerdings feierten die Leute aus dem 5. Jahr ihren bevorstehenden Abschluss wie unser einer den letzten Schultag, d.h. es wurde Deo gesprüht (bei den Preisen!!!), Cidre verspritzt (das gute Zeug) und jede Menge Lärm mit Megaphonen gemacht. Das Abendbrot war an sich stilvoll angedacht mit Platzdeckchen, Vorspeise und Weingläsern, aber die Freunde der Sonne fielen ein wie ein Haufen Heuschrecken grölten, brüllten, fraßen (sorry, aber essen kann man es nicht nennen) und gingen nach einer Stunde wieder. Das Personal war auch sichtlich gestresst und genervt. Abends wieder Party, leider diesmal sehr technolastig. Sonntagmorgen auch wieder Brunch, Bungalow putzen, Sachen packen und warten und auschecken und warten. Warten bis 15 Uhr. Nackige Zwischenfälle gabs natürlich auch wieder, ich glaub die finden sich dann besonders toll. Obwohl die Franzosen schon Freitag und Sonntag trotz reichlicher Freigetränke ordentlich eigene alkoholische Getränke verzehrt hatten, verfügten sie heute Mittag immer noch über Flüssignahrung in rauen Mengen. Sina, Katrin und Britta war es leider nicht gelungen in einen ruhigeren Bus zu wechseln, also hatten sie heute nochmals 7 Stunden Party im Bus. Mädels ihr tut mir echt leid. Als ich 22 Uhr zu hause an kam, fand wie befürchtet die Aftershowparty statt. Ich hoffe sie hat bald ein Ende…
Fazit: Super Wochenende, vllt. etwas weit weg, für das Wetter kann keiner was, ja wir sind von der deutschen Organisation verwöhnt und ich habe keine Ahnung wie die Jungs nach 3 Tagen rumgrölen immer noch ihre Stimme haben…